Sender und Empfänger

Wer eine effektive Kommunikation mit seinen Kunden will, muss sicherstellen, dass diese die Nachricht auch verstehen. Eine der Grundlagen erfolgreicher Public Relations ist das Sender-Empfänger-Prinzip. Es leitet sich vom Radio ab und besagt, dass man im Radio die Nachrichten nur erhalten kann, wenn der Radiosender und das Empfangsgerät die gleiche Frequenz benutzen.

Vorher Fragen stellen

Im modernen Marketing bedeutet dies, dass die Kommunikation so gestaltet werden muss, dass die Inhalte auch von den Konsumenten verstanden werden. Unternehmen und Kunden müssen auf einer Wellenlänge liegen. Um dies zu erreichen, bedarf es vor allem genaue Kenntnis des Empfängers. Folgende Fragestellungen sind dabei wichtig:

  • Wie alt ist meine Zielgruppe?
  • Welche Sprache (Jugendsprache, Umgangssprache) spricht sie?
  • Welche Interessen hat sie?
  • Welche Bedürfnisse hat sie?

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend, wenn man erfolgreich mit Kunden kommunizieren will. Wer an den Wünschen der Kunden vorbeikommuniziert, der wird seine Botschaften weder an den Mann noch an die Frau bringen können. Wenn man zum Beispiel eine Limonade verkaufen will, die viel Zucker enthält, wäre es falsch, sie gesundheitsbewussten Sportlern anzubieten.

Die Betrachtungsweise ändern

Ein anderes Beispiel sind Produktbeschreibungen. Oftmals sehen Firmen ein Produkt aus ihrer Sichtweise, haben es lange entwickelt und kennen jedes Detail. Aber was den Designer und den Entwickler begeistert, muss für den Endverbraucher noch lange nicht wichtig sein. Bei Motorrädern zum Beispiel legen Frauen weniger Wert auf die verbaute Technik, sondern sie wollen einen tiefen Sitz und wenig Gewicht haben.

Auch bei der Bildsprache lohnt es sich, die Botschaft aus der Sicht den Empfängers zu sehen. Heute sehen gerade Frauen bestimmte Botschaften ein einem anderen Licht und wollen sich nichts erklären lassen, was sie längst wissen. Wer das Thema Wissenschaft und Forschung zum Beispiel nur mit Männern auf einem Werbefoto besetzt, der kann schnell Kritik von Frauen hervorrufen. Ähnlich ist es auch bei der Zielgruppe Jugendliche: Hier muss man die Idole der jeweiligen Generation genau kennen, wenn man Prominente als Werbefiguren einsetzen will.